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Branchenkenner schätzen den Umsatz mit WM-Aktionsware in diesem Sommer auf 50 bis 70 Millionen Euro. Das entspricht fünf bis sieben Mio. verkauften Artikeln. Die Akteure auf dem Markt bleiben dabei unauffällig. Die meist mittelständischen Unternehmen tragen unbekannte Namen wie Wedekind, Hats oder Top Ten. Ihr Geschäftsmodell ist denkbar einfach: Die Händler lassen ihre Waren preiswert in China herstellen und verkaufen sie dann in großen Mengen an den deutschen Einzelhandel.
Zwischen dem Abnahmepreis in China und dem, was der Kunde im Laden bezahlt, liegt im Schnitt eine Marge von 300 Prozent. "Die Handelsspannen im Aktionswarenbereich sind riesig. Es gibt teils traumhafte Gewinnspannen zwischen 50 und 500 Prozent", sagt der Unternehmensberater Ulrich Eggert, der sich auf den Einzelhandel spezialisiert hat.
Gut verkauft haben sich beispielsweise die "Vuvuzelas" genannten Fantröten. Sie erwirbt der Importeur in China je nach Modell für 30 bis 50 Cent. Große deutsche Einzelhändler kaufen sie dann im 200er-Pack für 95 Cent pro Stück. Der Kunde zahlt im Laden am Ende gemäß der unverbindlichen Preisempfehlung knapp acht Euro.