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Thema: diskriminierung durch sprache (http://autismus-ra.unen.de/topic.php?id=3052)


Geschrieben von: quamquam am: 18.06.09, 12:14:17
Wenn ihr so schreibt, werde ich wahnsinnig...arme deutsche Sprache...


Geschrieben von: Coyote am: 18.06.09, 20:39:22
Übrigends: Die Navajo Indianer haben einen weiblichen und einen männlichen Wind, weibl. un. männl. Regen. Sie wohnen in einen weibl. Hogen, die rund sind und/oder in einen männl. Hogen.
Ihre Sprache ist noch komplizierter:
Frauen sprechen einige Sätze anders aus als die Männer.

Hallo, meine Tochter = wenn die Mutter es sagt:
yá'át'ééh shiché'é

Hallo, meine Tochter = wenn der Vater es sagt:
yá'át'ééh shitsi'

Zugegeben, sie haben damit auch Probleme und verwechseln so einiges.
Sie haben viele Verben und kaum Substantive. Gegenstände werden irgendwie umschrieben.
Statt "Eingang" sagen sie: etwas hat einen ebenen Pfad nach draußen.
Ob es auch wieder einen männl. u. weibl. Pfad gibt, weiß ich nicht.

.........

Ich persönlich finde, dass die Leute viel zu viel reden und zu viel drum herum quatschen. Kaum treffen sich Zwei, die sich kennen, geht gleich das Gesabbel los. Was denen nur immer so einfällt? Das Meiste ist Quark, nichtssagendes.
Ich selbst rede nicht so viel, meistens bin ich kurz angebunden.


Geschrieben von: 55555 am: 18.06.09, 21:17:15
Was ist z.B, der reale Unterschied zwischen einem männlichen und weiblichen Wind? Oder wird derselbe Wind so oder so bezeichnet?


Geschrieben von: Coyote am: 18.06.09, 21:49:21
Das frage ich mich auch. Ich habe es so erfahren. Vielleicht spielt die Windrichtung eine Rolle. Ich weiß nicht.
Und warum es einen männl. u. weibl. Regen gibt, weiß ich auch nicht.
Ich könnt mal nachfragen über Mail, aber habe immer Angst, dass ich zu neugierig wirke und zu weit in die Spiritualität eindringe. Denke oft, das hat mich nichts anzugehen. Ich mag nicht so sehr in die Tiefe gehen.
Einige sind da sehr zurückhaltend und mögen das nicht so.


Geschrieben von: 55555 am: 18.06.09, 22:02:46
Interessant, vielleicht forsche ich da mal selbst nach, wenn ich etwas weniger zugeschüttet mit Aufgaben bin.


Geschrieben von: haggard am: 18.06.09, 22:05:54
in anderen sprachen besteht auch "männersprache".
ich vermute, dass schwierigkeiten mit der "eigentlichen" muttersprache dann auftreten, wenn eine andere aufgezwungen wird.
verallgemeinert für das leben in deutschland:
türkische kinder haben schwierigkeiten deutsch zu lernen.
chinesische kinder haben schwierigkeiten chinesisch zu lernen.

ich mag sprachen/worte, die stärker differenzieren, dabei aber nicht gänzlich neue worte erfinden, zum beispiel:
bambini, bambino, bambina


Geschrieben von: quamquam am: 18.06.09, 23:27:07
Das ist Lateinischen ja auch so, Italienisch ist ja modernes Latein, wenn man es ganz streng nimmt...

f.: amica
m.: amicus

c wird wie k ausgesprochen...

Klar geregelt und beide Geschlechter eingebunden. Neutrale Worte gibt es auch...

n.: templum


Geschrieben von: haggard am: 18.06.09, 23:31:19
latein ist tot.


Geschrieben von: quamquam am: 18.06.09, 23:32:31
Gar nicht wahr...wer sagt das? Außerdem, wie kann eine Sprache sterben?


Geschrieben von: Hans am: 18.06.09, 23:42:18
Da muß ich mich aber jetzt schnell einmischen!
Latein lebt in den ehemaligen besetzten Zonen weiter.
Hier in Portugal gibt es sogar ein weibliches und männliches Danke.

Meine minimalen Lateinreste helfen mir hier weiter.


Geschrieben von: quamquam am: 18.06.09, 23:44:00
Eben drum...ich pflege zu sagen, ohne Französisch und so weiter, gäbe es Latein, aber ohne Latein gäbe es kein Französisch und so weiter...


Geschrieben von: haggard am: 18.06.09, 23:57:50
latein stammt aus einer zeit, die epochal betrachtet vorbei ist. dass sich aufgrund des einflusses des römischen reiches immer noch gruppen an die ihnen zunächst aufgezwungene und später als "gelehrtensprache" erachtete sprache klammern, ändert nichts daran, dass die zeit der aktiven sprache diesbezüglich ziemlich lange schon vorbei ist.

anders verhält es sich beim chinesischen.

und deutsch ist sprachmurks.