Ein herzliches Hallo an alle Interessierten!
Ich habe mich bzw. meinen Sohn ja bereits an anderer Stelle vorgestellt. Aber hier noch mal kurz zur Info:
Florian ist heute 9 Jahre alt, im Alter von 3 Jahren wurde durch das behandelnde SPZ die Diagnose "tiefgreifende Entwicklungsstörung mit autistischen Zügen" gestellt, heute steht u.a. die Diagnose "Asperger-Syndrom", wobei die Ärzte/Psychologen vermuten, er geht in die Richtung High-Functioning-Autismus. Desweiteren wurde mit 6 Jahren zusätzlich ADHS diagnostiziert und eine Medikation mit "Medikinet" eingeleitet, die bis heute weiterhin besteht.
Bei Florian ist die Wirkung des Medikamentes in etwa wie folgt zu beschreiben: Ca. 20 Min. nach Einnahme des Medikamentes wird er deutlich ruhiger, d.h. er ist in der Lage ruhiger, konzentrierter und phantasievoller zu spielen (vor Einnahmne ist er laut, unruhig, sein Spielverhalten ist von lautstarken immerwiederkehrenden "Kampfszenarien" oder "Autounfalldarstellungen" geprägt). Auch sein Sprachbild verbessert sich, er kann konzentrierter folgen und sich selber besser ausdrücken. Ohne Medikation gerät er häufig ins Stottern oder findet einfach nich die richtigen Worte, was dann wiederum (verständlicherweise) Aggressionen auslöst. Auch wirkt sein Bewegungsmuster insgesamt nach Einnahme harmonischer und koordinierter und im Allgemeinen nicht so verkrampft; desweiteren verbessert sich auch das Schriftbild. Ist er bei mir zu Hause in gewohnter Umgebung merke ich die Wirkung der Medikation sehr deutlich. In anderer Umgebung (Schule/Tagesstätte) in außergewöhnlichen Situationen (das kann auch sehr grosse Freude auf etwas sein) und/oder Veränderungen z.B. wenn ein neuer Schüler in der Klasse aufgenommen wird, "versagt" das Medikament teilweise und Florian fällt dann durch Unruhe, viele Regelverstösse, "Unsinn" machen, Rumkaspern, usw. auf und wird dann sehr "anstrengend" für Lehrer und sonstige Betroffene.
Ich möchte hier keine Grundsatzdiskussion im allgemeinen über die Gabe von Methylphenidat auslösen, sondern wäre einfach an einem Erfahrungsaustausch von Angehörigen und Betroffenen, die das Medikament vielleicht selber verschrieben bekommen haben, interessiert, da ich meinen Sohn in dieser Beziehung nur sehr bedingt befragen kann und daher nur aus meinen eigenen Beobachtungen urteilen kann.
Für eine Teilnahme bedanke ich mich schon jetzt bei Euch

und hoffe auf einen regen Austausch.
Liebe Grüße