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(Fettnäpfchendetektor)

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Aber auch die Kurden haben trotz inständigen Bitten bisher keine amerikanischen Flugabwehrsysteme erhalten.
Wenn es einen Hauptverdächtigen gibt, dann ist das wohl eher die Türkei. Ankara hatte mit Russland und Iran in den Friedensgesprächen in Astana die Schaffung mehrerer «Deeskalationszonen» in Syrien vereinbart. Eine dieser Zonen ist die Rebellenprovinz Idlib, für welche die Türkei als Schutzmacht eingesetzt wurde. Unter Missachtung dieser Abmachung startete das Asad-Regime Ende Dezember mit russischer und iranischer Hilfe eine grosse Offensive auf Idlib. Ankara hat heftig dagegen protestiert. Doch auch die Einberufung des russischen und des iranischen Botschafters half nichts. Möglicherweise greift die Türkei deshalb nun zu radikaleren Mitteln. Gemäss dem Syrien-Experten Charles Lister hat Ankara in den vergangenen Tagen 40 bis 60 Militärfahrzeuge, darunter auch Panzer, in die Stadt al-Eis in Idlib gebracht, um Asad abzuschrecken.
Sollte sich die Türkei tatsächlich auf ein militärisches Muskelspiel mit Russland und Iran einlassen, wäre dies nicht ohne Risiko, zumal auch der türkische Vorstoss in der syrischen Kurdenregion Afrin kein Spaziergang zu werden scheint.
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Als die Regierung im März 2013 in Verhandlungen mit der PKK eintrat, erlebt die Türkei über mehr als zwei Jahre hinweg eine Periode relativen Friedens. Und solange die Türkei eng mit den Kurden des Irak kooperierte, blühten selbst die verarmten Regionen im Südosten der Türkei wirtschaftlich auf. Ankara versuchte sich in der Rolle des großen Bruders der nahöstlichen Kurden und zog daraus enormen Nutzen. Heute gelten die Kurden in der Türkei erneut als Instrumente fremder Mächte. Das Referendum der irakischen Kurden zur Unabhängigkeit im Oktober vergangenen Jahres wertete Ankara als Schritt zur Etablierung eines zweites Israels im Nahen Osten Mit ihrer Ablehnung der Initiative verlor die Türkei den bestimmenden Einfluss, den sie in der kurdischen Hauptstadt Erbil zuvor gehabt hatte. Und die PYD in Syrien gilt der Türkei nicht nur als Terrororganisation, sondern auch als Werkzeug der USA, um die Türkei einzukreisen und zu destabilisieren.
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Geändert hat sich die Haltung Russlands den Kurden gegenüber erst Anfang dieses Jahres. Die USA hatten plötzlich erklärt, dass sie, um den Iran zurückzudrängen, länger in Syrien bleiben und deshalb die Kurden weiterhin unterstützten müssten. In Russlands Augen, und Gleiches gilt für Syrien und für den Iran, wurden die Kurden damit von einem natürlichen Gegner des IS zum Instrument der USA gegen das syrische Regime: Die Russen öffneten den Luftraum über Syrien, und Ankara marschierte ein.
Damit führt die Türkei – ein Nato-Mitglied – mit russischer Erlaubnis einen Feldzug gegen Verbündete der USA. Moskau dagegen wird zum engsten Partner der Türkei, die die USA als Hauptbedrohung ihrer Sicherheit ansieht.
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Die Bilder gleichen sich. Pulverisierte Steine, wo einst Skulpturen und große Steinblöcke standen. Der hethitische Tempel von Ain Dara in der umkämpften Region Afrin im Norden Syriens ist nach syrischen Angaben vor einigen Tagen zu 60 Prozent von der türkischen Luftwaffe zerstört worden. Das meldeten sowohl die syrische Antikenverwaltung DGAM und das Syrian Observatory for Human Rights in London übereinstimmend.
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„Das, was wir gefühlt schon wussten, ist auch objektiv der Fall“: Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen ist es noch nie so trüb gewesen wie bisher in diesem Winter.
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Im Südwesten lockt das milde Wetter nach Angaben von Naturschützern bereits Pflanzen und Tiere aus ihrem Versteck. Sumpf-, Kohl- und Blaumeisen singen demnach bereits wie im März. „In der Pflanzwelt sind bereits Winterlinge, Alpenveilchen, Tulpen und Narzissen in den Startlöchern“, teilte der Naturschutzbund Nabu in Stuttgart mit. In den vergangenen Tagen war es im Südwesten frühlingshaft mit bis zu 17 Grad.
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Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
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