Kaleidoskop
(in einer Seifenblase zwischen den Welten (DIS & AS & ...)

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Ich denke, es gibt Bereiche, in denen sowohl Na, Als auch Autisten Geräusche nicht mögen. Ich glaube, beiden Gruppen kann z. B. Baustellenlärm oder heulende Sirenen in den Ohren wehren. Ebenso glaube ivüch, dass das Kratzen von Fingernägeln oder Kreide auf Tafel sowie das Kratzen von Besteck auf Porzellan beiden Gruppen in den Ohren wehtun kann.
Und wenn dem so ist, wie fühlt sich das z. B. bei o.g. Geräuschen an?
Der Presslufthammer z. B. tut mir nicht nur in den Ohren weh, sondern ich spüre ihn in den Zähnen arbeiten (wie das Bohren beim Zahnarzt), mitunter fühlt es sich auch wie ein unangenehmes Kribbeln in Armen, Händen, und Füßen an.
Sirenen schrillen nicht nur in den Ohren, sondern tun auch im Kopf weh. Es fühlt sich an, als würde der Kopf wie eine Glocke läuten.
Das Kratzen von Fingernägeln auf Tafeln oder auch von Besteck, sofern es lang genug ist, fühlt sich nicht immer nur extrem schmerzhaft an, was die Ohren betrifft, sondern es zieht sich durch sämtliche Eingeweide, die dann auch weh tun.
Schmatzen, egal ob Hund oder Mensch finde ich Ekel erregen, weil es mich an einen Menschen erinnert, den ich nicht leiden kann. Bei den Hunden, die nicht mir gehören, geht das soweit, dass ich das hier nicht einmal mehr anfassen will, weil es, auch wenn es gepflegt aussieht auf mich widerlich dreckig und ungepflegt wirkt.
Es gibt bestimmte Tonhöhen, die irgendwie schrill sind und nicht nur in den Ohren weh tun, sondern irgendwie auch im Körper wären.
Lichter in Einkaufsgeschäften oder auf anderen Orten, zumeist so genanntes kaltes Licht tut mir in den Augen weh. Inzwischen habe ich eine Brille, die leicht gelblich gefärbt ist und den Blauanteil aus dem Licht filtert, so dass man zwar die Farben noch normal sieht, aber das eigentliche Licht nicht mehr so blendet. Früher hat das Licht von den Augen bis in den gezogen un und geschmerzt.
Ich weiß, dass viele von Schnarchen genervt sind. Auch ich gehöre zu diesen Menschen. Ist es nur leise und von einem Menschen den ich mag, kann ich damit leben und der Rhythmus ist sogar beruhigend. Ist es aber zu laut, dann ist es nicht nur nervtötend, sondern fühlt sich so an, als würde jemand im wahrsten Sinne des Wortes an bestimmten Nerven sägen.
Zähneknirschen fühlt sich schmerzhaft an den Ohren an und es fühlt sich auch so an, als würde etwas von innen meine Knochen und Zähne zermahlen.
Blitzende Lichter, egal ob Stroboskop wurde nicht ganz so schnell tun in den Augen weh. Es ist so, als ob jeder Lichtblitz mich immer weiter in meinen Körper treibt, so lange, bis der Körper ohne Inhalt ist.
Wenn Äste auf eine gewisse Art und Weise knarren, weil der Wind sie ziemlich beutelt, dann fühlt sich das so an, als würde etwas von innen Kälte in mein Herz spritzen und an meinen Eingeweide ziehen. Besser kann ich es nicht beschreiben.
Vielleicht machen solche Bilder es leichter, zu verstehen, wie sich die Empfindlichkeit auf bestimmte Geräusche auf Autisten oder nicht Autisten auswerfen. Ich weiß es nicht. Aber ich habe einfach mal versucht, das, was ich fühle in Worte zu fassen.
Noch was OT: da ich Tinnitus habe, sind mein Hörakustiker un ich gerade auf der Suche nach einer perfekten Lösung einer Kombination aus Noiser & Hörverstärker, da ich einen bestimmten Frequenzbereich rund um den Tinnitus nicht wahrnehme.
Nur Schirmchen in den Ohren + Noiser & Hörverstärkung können mitunter furchtbar sein, sodass ich meinem Hund in der Wohnung am liebsten dicke Socken angezogen hätte, weil das klicken seiner Krallen bis nach ganz tief im Gehirn drang. Der Wasserhahn hörte sich leicht aufgedreht wie die tosende See und das Schütten des Trockenfutters in den Metallnapf wie eine Gerölllawine, die bis in meinen Magen rollte an.
Seit einigen Tagen trage ich auf meine Ohren angepasste Ohrstücke, die wie Noise–Canceller wirken. Ich gebe zu, nach all den Jahren Full–Sound ist diese Erfahrung recht merkwürdig und ich habe oft Angst, etwas Wichtiges zu überhören. Auch mein Mann muss manchmal bzw. öfter seine Sätze wiederholen. Wobei ich mich gerade frage, ob mehr als früher oder nicht.
Beim Mechaniker in der Werkstatt war ich etwas überfordert, weil der Verstärker irgendwie Geräusche und Stimmen gleichwertig behandelte und ich mich irgendwie halb gehörlos fühlte.
Ic muss noch ein wenig entscheiden, was nun Optimum ist. Neben einem reinen Noiser–Programm gibt es eines, das „Störgeräusche filtert, allerdings höre ich so nur, was von vorne kommt, kein Richtungshören, was mit einem Sehrest von mit Brille bei 2 % echt lebensgefährlich ist. Also gibt es nun noch ein Programm ohne Richtmikrofon, was nichts rausschneidet, sodass ich wieder hören kann, aus welcher Richtung etwas kommt, aber alles weiter mit Noise–Cancelling. Die Hörverstärkung ist nicht massiv, da ich keine massive Höreinschränkung habe. Nur die Noiser von 2+11 bereiteten mir Probleme beuüi „Flüstermäuschen“, wenn ich die Lautstärke des Noisers n meinen Tinnitus anpasste, könnte ich diese Mäuschen nicht mehr hören. Also hatte ich Ebenen notgedrungen eine Mischung aus Noiser und Tinnitus.
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