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Autor Nachricht
Hans
(Autistenbereich)

Dieser Artikel in der ZEIT hat mich positiv gestimmt, da ziehen auch Andere an dem Strang
die Sonderbeschulung ab zu schaffen:

http://www.zeit.de/2009/36/B-Integration?page=all

Da bekommt ein Autist auch in der Regelschule etwas Schauspielunterricht
und sieht am Ende dabei richtig gut aus,
das hat mir gefallen.
04.09.09, 15:42:01
Link
55555
(Fettnäpfchendetektor)

Ja, es geht eine internationale Strömung dahin, z.B. durch die neue UN-Konvention. Die Aussonderung von Behinderten ist ja ein immenses Problem und z.B. Ursache dafür, daß viele Diskriminierungen erst entstehen können. Wer sich nicht kennt, der geht oft weniger nett miteinander um. Deswegen gibt es ja auch internationale Schüleraustausche um dem auf der interkulturellen Ebene etwas beizukommen.

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
04.09.09, 16:06:54
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zoccoly
(Autistenbereich)

geändert von: zoccoly - 04.09.09, 21:31:35

Zitat von “Hans“:
Dieser Artikel in der ZEIT hat mich positiv gestimmt, da ziehen auch Andere an dem Strang
die Sonderbeschulung ab zu schaffen:


Mich stimmte der Artikel nachdenklich und traurig.
Da gibt es eine engagierte Direktorin, die für ihre Schule höchstwahrscheinlich einen Sonderbedarf nachweisen konnte, mehr Personal einstellen konnte und durch ihr Engagement das Lehrerkollegium überzeugte. „ Der Leuchtturm“ der zeigt, dass es geht und in die Medien gerät.
Die zugestandene Personaldecke lässt es einfach nicht zu, dass das Standard an deutschen Schulen wird, Klassenstärken von 30 Schülern sind die Normalität, Lehrpläne die in kürzester Zeit eine Menge an Wissen als Vorgabe bereithalten, ohne zu realisieren, dass wir nie ein Gesamtwissen vermitteln können und letztendlich nichts mehr beim Schüler ankommt, deshalb ist eine Gleichschaltung der Schüler notwendig, da die Rahmenbedingungen kaum Raum für Individualität zulassen, neue Unterrichtsmethoden, die den problemhaften Unterricht verdrängen und hauptsächlich auf Projekte, Gruppenpuzzle und Domino setzen.
Um dorthin zu kommen, dass wir wirklich „Behinderte“ integrieren benötigen wir ein komplettes Umdenken, neues Denken an den Universitäten, neues Denken bei der KMK, in der Lehrerschaft, bei den Eltern und Unternehmen.
Ich habe gesehen, wie lange es braucht, damit neue Ideen eine Chance bekommen, ich befürchte die Umsetzung der UN- Konvention benötigt wieder die Zeit mindestens einer Generation. Ich wünsche mir, dass ich mich irre.

stillgelegt
04.09.09, 21:23:22
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