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Autor Nachricht
B-Elan
(Angehörigenbereich)

Zitat von L4A:
Vielleicht solltest du dir für dich selbst erst mal klar machen was Autismus für dich ist und was es bedeutet. Ich würde es jedenfalls nicht ansprechen solange es einen negativen Tough hat.

Ich denke, es hat nichts negatives - im Gegenteil. Seit ich mich damit beschäftige, verstehe ich meine Freundin besser und nehme die Dinge nicht mehr so persönlich.
Ich bin halt ein Mensch, der gerne organisiert und plant - und sie ist das Gegenteil und kann nicht mal eine Uhrzeit sagen, wann wir uns am nächsten Tag treffen, weil sie schauen muss, wie sie drauf ist. Anfangs hat es mich geärgert, weil ich mich gefragt habe, warum sie es denn nicht eilig hat zu kommen, weil ich sie doch auch gerne sehen möchte (und hab das wieder mal persönlich genommen). Inzwischen denke ich eben, dass sie einfach ein bißchen Ruhe nach Arbeit / Schule braucht und es ist okay - weil es für mich einfach einen anderen Hintergrund hat, bzw. eine Erklärung.
Ist das nachvollziehbar, wie ich das meine?

Zitat von L4A:
Versuche doch die postiven Seiten, auch für dich als Partner, zu sehen.
Neben einem Menschen Zeit und Ruhe für sich zu haben ist unschätzbar wertvoll!


Ja, wahrscheinlich hast Du Recht. Aber bei mir ist es so, dass ich gerade am Anfang einer Beziehung, oder wenn es mir gerade nicht so gut geht, gerne viel Kontakt habe, zu meiner Partnerin.
Die Vorteile sehe ich aber durchaus auch, sie sind mir nur gerade noch nicht so wichtig gewesen. In einer Ex-Beziehung hatte ich das Gegenteil mit einer Frau, die gar keine Freiräume zugelassen hat und jedes Mal Theater gemacht hat, wenn ich mich anderweitig verabredet habe. Das hat mich dann irgendwann so eingeschränkt, dass ich es nicht mehr ertragen habe. Dagegen ist es jetzt schon sehr harmonisch.

Das wichtigste ist einfach Reden, damit man einander verstehen kann und das klappt bei uns ja zum Glück sehr gut.




04.02.08, 15:02:11
Link
B-Elan
(Angehörigenbereich)

Ich weiß nicht, ob es jetzt schon zu früh ist, aber ich würde gerne einen Freischaltungsantrag stellen, um auch in den anderen Teilen des Forum zu lesen.
Wäre das schon in Ordnung?
04.02.08, 15:10:05
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Für welchen Bereich?

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
04.02.08, 15:20:09
Link
B-Elan
(Angehörigenbereich)

Zitat von 55555:
Für welchen Bereich?


Für die Bereiche, wo ich als Angehörige mitlesen und mich einbringen kann, bitte.
04.02.08, 15:28:18
Link
B-Elan
(Angehörigenbereich)

Hallo...

Da hier keine Antwort mehr kam, wollte ich nochmal fragen, ob eine Freischaltung okay wäre?

Liebe Grüße,
B'Elan
11.02.08, 22:06:18
Link
drvaust
(stillgelegt)

Ich befürworte eine Freischaltung für den Angehörigenbereich,
aber ich bin nicht Angehöriger.
Was meinen die Angehörigen dazu?

11.02.08, 23:03:25
Link
55555
(Fettnäpfchendetektor)

Wegen dem Dialogbereich sind auch Autistenbereichsnuzer kommentierungsberechtigt.

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
11.02.08, 23:06:32
Link
B-Elan
(Angehörigenbereich)

Zitat von L4A:
Vielleicht solltest du dir für dich selbst erst mal klar machen was Autismus für dich ist und was es bedeutet. Ich würde es jedenfalls nicht ansprechen solange es einen negativen Tough hat.


Gestern Abend habe ich es angesprochen und es ist total gut verlaufen. Das Gespräch war super entspannt und ich bin dann sehr erleichtert gewesen.

Meine Freundin hat gesagt, dass sie, wenn sie über Autismus gehört hat, auch schonmal darüber nachgedacht hat, dass das auch etwas mit ihr zu tun haben könnte, ist aber bis jetzt noch nicht so mit Einzelheiten konfrontiert worden.
Sie meinte, es wäre wie ein Puzzleteilchen, was ihr bis jetzt gefehlt hätte.

Das war gut, dass ich endlich darüber sprechen konnte.


@55555
Ich würde immer noch gerne freigeschaltet werden.
25.02.08, 10:18:05
Link
55555
(Fettnäpfchendetektor)

Vielleicht stimmt noch jemand ab?

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
25.02.08, 10:26:43
Link
arlette
(Autistenbereich)

v.a. die angehörigen sollen sich doch bitte melden.
25.02.08, 16:03:07
Link
green
(Autistenbereich)

geändert von: green - 25.02.08, 16:49:02

Zitat von arlette:
v.a. die angehörigen sollen sich doch bitte melden.


die frage, ob B`Elans freundin tatsächlich autistisch ist, oder nur zufällig "soviel passt", um sich persönlich "seelenfrieden" zu geben, scheint noch nicht geklärt zu sein.

ich halte, aus eigener erfahrung, nicht viel von befreundeten "diagnostikern", die mir dadurch, dass sie nun DIE erklärung für mein verhalten entschlüsselt zu haben glauben, mit mir verständnisvoll umgehen.

ein ehemaliger freund von mir diagnostizierte für sich, ohne mir seine erleuchtung zeitnah mitzuteilen,dass ich unter einer PTBS leiden könnte, da er eine nähe-distanz-problematik deutlich wahrnahm.

er behandelte mich plötzlich völlig merkwürdig, stellte kontakte zu anderen "betroffenen" her und wollte mich therapieren.

als er seine vermutung ansprach, da ich unangemessen "wütend" wurde, konnte er sogar das verstehen - wut ist ja schließlich ein diagnosekriterium - auf den punkt gebracht:

ich brach den kontakt zu jenem zeitpunkt völlig ab,als er begann selbsthilfegruppen für angehörige von traumatisierten menschen zu besuchen.

dass ich kein trauma vorzuweisen hatte, interessierte ihn wenig, denn meine verneinende reaktion war bloß wieder nur eine verdrängungshaltung in seinen diagnostischen augen.

@B`Elan:

diese geschichte muss zu deiner situation keine parallelen aufweisen, ich wollte dir nur aufzeigen,dass deine autistische vermutung auch andere ursachen haben kann.

bevor du dir nun eine "verhaltenstherapie" für den umgang mit deiner freundin im alleingang bastelst, solltest du mit ihr reden.

nicht in erster linie ÜBER sie, mit anderen "betroffenen" reden, sondern sie ernst nehmen und MIT ihr über dein vorhaben mit dem "angehörigenbereich" DIREKT reden.

nichts für ungut, green



Listening on port XY...
25.02.08, 16:37:23
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B-Elan
(Angehörigenbereich)

geändert von: B-Elan - 26.02.08, 08:44:57

Zitat von green:
@B`Elan:

diese geschichte muss zu deiner situation keine parallelen aufweisen, ich wollte dir nur aufzeigen,dass deine autistische vermutung auch andere ursachen haben kann.

bevor du dir nun eine "verhaltenstherapie" für den umgang mit deiner freundin im alleingang bastelst, solltest du mit ihr reden.

nicht in erster linie ÜBER sie, mit anderen "betroffenen" reden, sondern sie ernst nehmen und MIT ihr über dein vorhaben mit dem "angehörigenbereich" DIREKT reden.

nichts für ungut, green


Passt schon. Ist ja nur eine Schilderung Deiner Erfahrungen.

Meinem letzten Beitrag kannst Du allerdings entnehmen, DASS ich bereits mit ihr gesprochen habe.

Ich will hier weder eine Diagnose aufstellen, noch will ich jemanden therapieren. Ich möchte lediglich eine gut funktionierende Beziehung. Die Aussage von der Bekannten, die mich mit diesem Thema konfrontiert hat, hat mir bis jetzt viel weitergeholfen und auch die Beiträge hier im Forum.

Und ein Forum ist m.E. dafür da, dass man "über" etwas redet, sonst hätte ich mich hier ja gar nicht anmelden brauchen. Wenn ich nur eine Info bräuchte, hätte ich mir auch ein Buch kaufen können. Mir geht es aber um Austausch.
Und mir ist es auch wichtig, mit anderen "Betroffenen" zu kommunizieren. Einige Beiträge hier, gerade die, die Beziehungen von Autisten zu NT betreffen, treffen fast 100% ig auf uns zu - und mir persönlich hilft es weiter, zu sehen, dass es anderen auch so geht und es hilft mir auch weiter, besser zu verstehen.

Da meine Freundin in unseren Gesprächen jetzt auch schon gesagt hat, dass sie schon darüber nachgedacht hat autistisch veranlagt zu sein, wenn sie über Autismus gehört hat, zeigt mir nur einmal mehr, dass es nicht verkehrt ist, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Soweit ich hier im Forum gelesen habe, gibt es ja auch viele Selbstdiagnostizierte - so haben doch viele mal angefangen, oder nicht?

Ich werde schwerlich ein Gutachten vorlegen können, um dem Angehörigenbereicht beitreten zu dürfen, daher weiß ich nicht genau, was Du damit "bezwecken" wolltest.

Liebe Grüße,
B'Elan



26.02.08, 08:41:52
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