Linde
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Hallo drvaust,
ich versuche mal etwas strukturierter zu schreiben.
1. Die Arbeitssituation ist für mich schwierig. Ich bin angestellt von den Eltern, aber ausgewählt hat mich die Schule, eben weil ich keine Ahnung habe (bzw. hatte). Schon am ersten Tag habe ich von der Kollegin (angestellt von der Schule) eine gewisse Agressivität gefühlt. Erstmal habe ich mir abgeschaut, was sie macht. Sie hat extrem viel mit ihm geschmust. Als ich das anfänglich nachahmte, fing der AT an mich total zu vereinnahmen. Damit hatte ich einfach nicht gerechnet. Jetzt weiß ich, dass ich mich da gut abgrenzen muss. Ob ich sie wirklich ablösen soll, ist mir auch nicht klar. Von ihrer Seite wahrscheinlich nur so weit, wie sie ihn loslassen will.
2. Meine Arbeitshaltung hat wohl eher mit meiner eigenen Geschichte zu tun. Ich bin hb, war supergut in der Grundschule, aber ich habe im Gymnasium ziemlich die Motivation verloren. Habe zwar mein Abi locker geschafft, aber wenn man´s beruflich sieht, nicht wirklich was daraus gemacht. Begründen würde ich es jetzt mit "emotionalen Blockaden".
Ich habe einen Satz von dir gefunden beim Stöbern:
"Wenn mich jemand für ein Ziel motivieren will, will ich das Ziel nicht erreichen." So ähnlich ging es mir auch, und das erlebe ich so mit meinen Töchtern. Drum habe ich so Schwierigkeiten, zu wollen, dass er bei mir Leistung zeigt.
Außerdem ist er wohl intellektuell total unterfordert. Aber würde es wirklich Sinn machen, wenn er mit Hilfe einer Stützerin seinen Schulabschluss macht? Ist er dann glücklicher, obwohl er allein nicht zurecht käme?
Bin gespannt auf deine Antwort.
VG Linde
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