Querdenker
20.01.10, 20:37:45
Coyote
Ich habe mir jetzt die Illustrierte GEO besorgt (neu im Handel) und fand diesen langen Artikel über "Querdenker" ganz interessant.
Wie wichtig oder störend sind Querdenker?
Was bewirken sie in der Gesellschaft? - sie werden oft nicht ernst genommen, ausgegrenzt und müssen dafür kämpfen gehört zu werden.
Interessant auch, wie nachteilig es für Menschen ist, die sich dem Rudelverhalten anpassen und wie nachteilig es ist, wenn Einzelne dies verlassen.
Mit einigen Erläuterungen stimme ich nicht überein, denke darüber etwas anders (denke quer), aber vielleicht habe ich es auch nicht richtig verstanden.
Es steht auch ein wenig über Autisten und dass sie in Zukunft auf dem Arbeitsmarkt wesentlich bessere Chancen bekommen.
20.01.10, 21:42:13
haggard
stand in dem artikel auch, in wie ferner zukunft autisten bessere chancen hätten?
dass soziales blabla irgendwann weniger würde, kann ich derzeit nicht erkennen.
22.01.10, 20:48:06
Coyote
stand in dem artikel auch, in wie ferner zukunft autisten bessere chancen hätten?
Nein, langsam scheint man zu erkennen, dass Autisten präzise arbeiten, pünktlich und ganz genau sind ... irgendwie so ähnlich stand es da. Hatte das Heft ausgeliehen. Brauche auch einen Job, wo man meine Arbeitskraft schätzt, um mir solche Hefte kaufen zu können ...
23.01.10, 13:08:05
haggard
menschenfreundlich wäre das wahrscheinlich nicht. stelle ich mir ungefähr so vor:
;)
23.01.10, 17:57:53
uwe
@azrael
VOLLTREFFER, genauso stelle ich mir das auch vor !
23.01.10, 20:07:43
Coyote
Nein, so hatte ich es mir nicht vorgestellt ...
29.10.10, 20:34:54
haggard
das hat der thread zwar nicht "verdient", aber ich mache hier jetzt mal threadmapping.;) ableitend von jenem thread:
klick hier nun also wieder
"
nichtlineares
denken".
gehe davon aus, dass auch andere menschen - nicht nur autisten - zum querdenken fähig sind. nur autisten sind vielleicht "so blöd", das auch offensiv zu vertreten entgegen aller gesellschaftlich "verpflichtender" normen, so etwas nicht zu tun. das letzte beispiel im zweiten link (wikipedia) ist "schön". was ist daran nichtlinear/lateral, wenn jemand ohne extra berechnungen von null auf 110 kommt?XD
auch ist das nicht etwas, dass nur savants "trifft" wie daniel tammet, welcher solches auch in seinem buch wolkenspringer erwähnte.
29.10.10, 21:42:55
zoccoly
Ich weiß nicht, ob ich mit meiner Beobachtung richtig liege, aber ich habe den Eindruck, dass NA den Anstoß von außen benötigen, um sich auf das laterale Denken einzulassen. Nach meiner Beobachtung benötigt das auch z.T. enorme Zeit, bevor sie von ihrer Denkschiene abkommen können. Ich vermute, dass A das allein können und ewig erstmal mit einem Gedanken "schwanger" gehen, ihn von allen Seiten "beleuchten", Ruhephasen zulassen und dann das Ergebnis haben.
29.10.10, 23:46:07
MerriS
hey das kenne ich.. beim klavierspielen halte ich mich da nicht immer an den vorgegeben optimalen fingersatz.. sondern da denke ich weiter, so weit weiter dass ich bereits einen unabweichlichen fingersatz 8-16 takte weiter vorne schon im anfänglichen takt solch eines stückteils berücksichtige... jeder klavierlehrer würde mir da auf die finger schlagen.. wenn ich sowas mache... aber keiner bedenkt da wohl, dass man auch mit 4 fingern einen part der für 5 finger vorgesehen ist spielen kann wenn man mit den fingern ein wenig weiter springt als eben vorgesehen... das sind zwei herangehensweisen... beide haben das selbe ergebnis :) nur... die meine ist nicht so gewünscht... verächtet, verpöhnt.. aber meine methoden sind mir viel lieber! es nervt unheimlich.. wenn man etwas nicht so machen darf wie man es gedenkt hat... eine norm ist antikreativ.. antilateral!
30.10.10, 08:54:29
Fundevogel
zoccoly: Ich denke, dass es bei Autisten häufiger zu finden ist als bei NA.
Vielleicht hängt es auch mit der persönlichen Neugier auf Unbekanntes und Unerlebtes und dem Wunsch auf Bildung zusammen.
Nach meiner Erfahrung lassen sich viele NA nicht darauf ein, weil ihnen ihr "Kästchen-Denken" Sicherheit vermittelt, dass nichts Neues auf sie zukommt, was sie nicht zuordnen könnten.
Mein Eindruck ist, dass viele Menschen mit dem "Weiterdenken" überfordert sind, u.a. weil sie Denken als Anstrengung betrachten.
Was mich erschreckt ist, dass auch an Hochschulen und ihren Einrichtungen immer mehr Menschen unfähig sind, quer zu denken, was sich bedenklich auf Forschung und Lehre auswirkt. Viele Studenten bemängeln, dass die von dir geschilderte Zeit, etwas genau zu erfassen und sich in aller Ruhe zu über-legen, in den neuen Studiengängen nicht mehr bleibt.
30.10.10, 09:22:51
55555
Finde ich gut, daß du deine eigenen Methoden ausbildest.
30.10.10, 09:53:41
Fundevogel
... eine norm ist antikreativ.. antilateral!
Tolle Worte zum Sinn-Spielen: antik-reativ und ant-ilateral
;) |
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