Selbstmitleid?!
29.12.08, 14:02:43
haggard
beziehst du dich auf deinen mann, oder allgemein?
"ignorierend" zur kenntnis nehmen, wäre evtl. eine möglichkeit. dass man mit immer wiederkehrenden aussagen nerven kann, ist mir bewusst. in dem moment dann allerdings nicht. andererseits...wenn alle worte und alle befindlichkeiten nur ein einziges mal geäußert werden dürften im rahmen eines lebens - wie würde sich der rest gestalten? schweigend? wäre auch nicht schlecht... wie viele menschen können mit schweigenden personen leben, ohne dass sie sich dann wieder davon gestört/missachtet etc. fühlen?
29.12.08, 14:08:10
Löwenmama
beziehst du dich auf deinen mann, oder allgemein?
Sowohl als aucn.Mein Mann ist da wohl schon ein recht ausgprägter Fall.
Aber auch allgemein habe ich in letzter Zeit immer wieder festgestellt,dass die Leute jammern,sich aufführen wie arme Opfer und alle Schuld nur anderen zuteil werden lassen,aber im Gegenzug dazu wollen sie nichts ändern,jede Anstrengung zur Besserung vermeiden und logische Lösungsansätze (wenn sie selbst schon nicht drauf kommen) auch nicht hören. Für mich erscheint das einfach nicht logisch...
29.12.08, 14:21:48
haggard
vielleicht sollte selbstmitleid hinsichtlich der ursachen/motivation differenziert werden.
derjenige, der aufmerksamkeit möchte, gibt ruhe, wenn er sie erhält.
ein depressiver mensch beklagt wahrscheinlich auch vieles, jedoch evtl. weniger in richtung selbstmitleid. bei ihnen jagt sich die "gewonnene erkenntnis" womöglich selbst im kreis. ein solches "mantra" kann man nicht einfach so mit einer lösung zerstören... wenn ich dann der meinung bin, dass das leben überflüssig ist und wie schrecklich/sinnlos/nervend sämtliche komponenten des lebens sind, kann man mir auch erzählen, dass alles ganz schön und wunderbar und einfach ist - und werde es nicht glauben können. alles an (ver)änderung kostet überwindung. vielleicht ist das hindernis akut so hoch, dass man schon vor dem versuch zusammenbricht. witzig ist das nicht und es erfolgt auch nicht um andere zu ärgern.
29.12.08, 16:23:08
Losy
ein depressiver mensch beklagt wahrscheinlich auch vieles, jedoch evtl. weniger in richtung selbstmitleid. .
Richtig.
alles an (ver)änderung kostet überwindung. vielleicht ist das hindernis akut so hoch, dass man schon vor dem versuch zusammenbricht.
Ganz genau.
Eine Bemerkung dazu: ich spreche nicht darüber, bemitleide mich nicht. Versuche mich zum Psychologen gehen zu zwingen aber wie azrael schon schreibt es ist eine überwindung dies zu tun. Nur bei dem Gedanken dass ich was tun muss wird mir schlecht.
@connySL: die Lösung ist ja klar, die praktische Umsetztung ist momentan nicht möglich. Bemitleiden tue ich mich aber überhaupt nicht.
29.12.08, 17:15:40
Gast
Hallo, Conny,
wenn Dein Großer noch getröstet, bemitleidet, umsorgt und gestreichelt werden möchte,
nachdem du ihn medizinisch versorgt hast,
könntest Du ihm eine Tasse Tee machen, oder eine Wärmflasche, oder ihn aufs Sofa legen und ihm vorlesen.
guten Rutsch,
anne
30.12.08, 06:59:32
Löwenmama
Ja,da muss ich mich wohl mehr bemühen...Ich wollte einfach mal wissen,wie damit umgehen und warum es dazu kommt...bei Kindern versteh ich das auch und bin schon bemüht...gelingt aber eben nicht immer...
30.04.09, 13:59:24
Viktor
Diese Gedanken hatte ich auch einst, verborrt, so mit mir selbst beschaeftigt, das ich andere kaum verstand und wahrnahm und Wut darauf bekam oder weil es ungelegen kam.
Dabei "jammern" wir doch alle hier selbst die Threads zu, das man uns nicht versteht und sonstiges. Das ist nichts anderes, als Selbstmitleid.